der weibliche zyklus: Was passiert in unserem körper?

Die zyklischen Veränderungen in unserem Körper begleiten uns Frauen über einen großen Teil unseres Lebens. Hierbei finden regelmäßige Veränderungen in unserm Körper statt, die durch einen hormonellen Regelkreis gesteuert werden. Im Idealfall dauert der weibliche Zyklus 28 Tage. In der Mitte des Zyklus, idealerweise am 14. Zyklustag findet der Eisprung statt. Die tatsächliche Zykluslänge variiert aber von Frau zu Frau und von Zyklus zu Zyklus.

Im oberen Teil des Bildes sieht man, was während des Zyklus am Eierstock (Ovar) passiert. Ein Follikel mit einer Eizelle reift heran und etwa am 14. Zyklustag findet der Eisprung statt. Diese erste Zyklusphase wird auch Follikelphase genannt. Die Eizelle macht sich nun auf den Weg in den Eileiter, wo eventuell eine Befruchtung stattfindet. Die fruchtbarste Zeit im Zyklus beginnt etwa 72 Stunden vor dem Eisprung und endet etwa 12 Stunden danach.

Nach dem Eisprung wandelt sich der Follikel in den sogenannten Gelbkörper um. Dieser wird auch Corpus luteum genannt und diese zweite Zyklusphase heißt daher auch Lutealphase.

Verlauf des weiblichen Zyklus

Was passiert in der Gebärmutter? Dies ist auf der Abbildung zu sehen. Wichtig ist, dass der erste Tag der Periodenblutung der erste Zyklustag ist. In den ersten 4-5 Tagen des Zyklus findet die Periodenblutung statt, da die zuvor in der Gebärmutter aufgebaute Schleimhaut abgebaut wird, weil der Körper registriert hat, dass keine Schwangerschaft eingetreten ist. Gleichzeitig beginnt aber schon wieder ein neuer Zyklus, in dem der Körper sich darauf vorbereitet, dass sich eventuell eine Eizelle in der Gebärmutter einnistet. Die Schleimhaut wird dann in der ersten Zyklusphase bis zum Eisprung wieder aufgebaut und in der zweiten Zyklusphase, nach dem Eisprung, umgebaut, um die volle Reife zu erreichen und optimal auf die Einnistung eines Embryos vorbereitet zu sein.

In der Mitte des Bildes sind die Hormone zu sehen, die sich während des Zyklus am stärksten verändern. Die Hormone FSH und LH werden von der Hypophyse, der Hirnanhangsdrüse, gebildet und sind Steuerhormone, die am Eierstock wirken.

FSH, das follikelstimulierende Hormon, stimuliert das Heranreifen des Follikels im Eierstock und erreicht seinen höchsten Wert kurz vor dem Eisprung. LH, das Luteinisierende Hormon, steigt in der Zyklusmitte steil an und bewirkt den Eisprung, die Ovulation. Östradiol wird im Follikel gebildet und erreicht seinen höchsten Wert ebenfalls kurz vor dem Eisprung. In der zweiten Zyklushälfte kommt es zu einem erneuten Anstieg.

Progesteron wird im Gelbkörper gebildet und kann daher in der zweiten Zyklusphase nachgewiesen werden. Der höchste Wert wird in der Mitte der zweiten Zyklusphase gemessen. Progesteron bewirkt die Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut (sekretorische Transformation). Wenn eine Schwangerschaft eintritt, produziert der Gelbkörper noch bis zum 3. Schwangerschaftsmonat Progesteron. Ist keine Schwangerschaft eingetreten, bildet sich der Gelbkörper wieder zurück.


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