hormonbestimmung im serum oder im speichel?

Weibliche Hormone können sowohl im Blut als auch im Speichel gemessen werden. Worin liegen die Unterschiede?

Vorteile der Bestimmung im Speichel:

Ein Vorteil der Bestimmung im Speichel ist, dass man nur die Hormone misst, die nicht an Eiweiße gebunden sind und die tatsächlich in unserem Körper wirksam sind. Ein weiterer Pluspunkt der Bestimmung im Speichel ist die einfache Durchführbarkeit. Die Probenentnahme kann einfach zuhause durchgeführt werden, was gerade in der aktuellen Zeit ein großer Vorteil ist. Hierfür gibt es mittlerweile Hormonspeicheltests von verschiedenen Anbietern, die im Internet bestellt werden können.

Serum oder Speichel?

Die Bestimmung im Speichel hat jedoch entscheidende Nachteile:

Zum einen schwanken die Hormonkonzentrationen im Speichel sehr stark. Dem versucht man entgegenzuwirken, indem man mehrere Proben sammelt und einen Mittelwert bildet. In der Regel werden aber nur 2- 3 Proben gesammelt, so dass kein zuverlässiger Mittelwert gebildet werden kann. Der einzige Wert, der zuverlässig im Speichel bestimmt werden kann, ist das Cortisol, ein Hormon der Nebenniere. Die Werte können z.B. durch Zahnfleischbluten verfälscht werden.

Außerdem kann nur ein Teil der Hormone im Speichel bestimmt werden. Die Regulationshormone FSH und LH zum Beispiel können nur im Blut bestimmt werden. Wenn es um die Abklärung eines frühen Stadiums der Wechseljahre geht oder um die Abklärung eines PCO-Syndroms ist gerade diese Bestimmung wichtig.

Auch das Anti-Müller-Hormon, welches eine Aussage über die ovarielle Reserve erlaubt, und bei Kinderwunsch sehr wichtig sein kann, kann nur im Blut bestimmt werden.

Die Abklärung der Schilddrüsenfunktion, welche den weiblichen Zyklus stark beeinflussen kann, ist ebenfalls nur durch Bestimmung im Blut möglich.

Zur Abklärung eines unerfüllten Kinderwunsches, eines PCO-Syndroms oder von Wechseljahresbeschwerden ist es daher sinnvoll, zunächst eine Bestimmung der Hormone im Blut durchführen zu lassen. Wenn sich weitere Fragestellungen ergeben, ist es problemlos möglich, weitere Werte innerhalb von vier Wochen aus dem bei uns tiefgefrorenen Material zu bestimmen.

Bei Fragen können Sie sich gern per E-Mail an mich wenden:

Dr. med. Weiß

Dr. med.
Martina Weiß

Ärztin und Stellvertretung gynäkologische Endokrinologie

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