Hormonspiegel im Umbruch

Das Thema Wechseljahre begleitet Frauen über einen Zeitraum von mehreren Jahren, nicht selten sogar 10-15 Jahre lang. Das erste, was den meisten Menschen zum Thema Wechseljahre einfällt sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Doch gerade in der Prämenopause – der Zeit in der die hormonellen Veränderungen beginnen und der Zyklus oft noch regelmäßig ist, bemerken viele Frauen erste Veränderungen, die sie oft nicht zuordnen können:

Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen

Diese Symptome treten oft in einer Zeit auf, in der die Frauen auch in Familie und Beruf stark gefordert sind: Die Kinder sind noch klein oder kommen schon in die Pubertät, viele haben einen Höhepunkt in ihrer beruflichen Karriere erreicht oder kehren wieder in den Beruf zurück. Häufig stellt man sich die Frage, ob eine chronische Überlastung, eine Depression, ein Burnout oder eine körperliche Erkrankung Ursache der Symptome ist.

An die ersten Anzeichen der Wechseljahre wird häufig noch gar nicht gedacht, zumal der Zyklus noch regelmäßig sein kann, bei zuvor verlängerten Zyklen können diese manchmal sogar jetzt regelmäßig werden.

Daher ist eine Hormonbestimmung bei Auftreten von unbestimmten Symptomen sinnvoll.

Unser Zyklus ist ein feines Zusammenspiel verschiedener Hormone und zur Beurteilung sind nicht nur anamnestische Angaben, sondern auch große Erfahrung in der Beurteilung der Zyklusabläufe und im Zusammenspiel der Hormone wichtig.

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. med. Martina Weiß

Ärztin
Gynäkologische Endokrinologie

Zur Beurteilung reicht es daher nicht, nur Normbereiche anzugeben, denn die Normbereiche unterliegen einer biologischen Streubreite und eine Beurteilung ist nur möglich, wenn Angaben zum Zyklus und das Verhältnis der Hormone zueinander berücksichtigt werden.

In unserem Präsenzlabor am Standort Wiesbaden erfolgt daher auf Wunsch auch eine individuelle Befundbeurteilung, wenn uns entsprechende Angaben zum Zyklus und zur Anamnese vorliegen. Die Basis einer Therapie sind Ernährung und Lebensstiländerungen. Wenn hierdurch keine Besserung erzielt werden kann, können zunächst pflanzliche Präparate eingesetzt werden. Bei starken Beschwerden kann über eine Hormontherapie nachgedacht werden. Diese kann z.B. mit bioidentischen Hormonen erfolgen. Über die geeignete Therapie berät Sie Ihre Frauenärztin / Ihr Frauenarzt.

Wer weiß und versteht, warum bestimmte Symptome auftreten, kann besser damit umgehen.

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