Aktuelles zum neuartigen Coronavirus (2019-nCoV)

03. Feb 2020

Die chinesischen Behörden haben am 07.01.2020 ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) identifiziert. Am 30.01.2020 hat die WHO einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Coronavirus

Am 31.12.2019 wurde das WHO-Landesbüro in China über eine Häufung von Lungenentzündungen mit unklarer Ursache in Wuhan, einer Metropole mit 11 Millionen Einwohnern, informiert. Die chinesischen Behörden haben am 7.1.2020 ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) als Ursache der Erkrankung identifiziert. Das Virus gehört wie das SARS-Virus zu den beta-Coronaviren und ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Am 28.01. ist in Deutschland erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden.

Am 30.01.2020 hat die WHO einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Mit einem Import von weiteren einzelnen Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden. Auch einzelne Übertragungen in Deutschland sind möglich. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung wird vom Robert-Koch-Institut derzeit weiterhin als gering eingestuft.‎ Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Ausführliche Hinweise zu Herkunft, Übertragung, Vorbeugung, Diagnostik, Behandlung etc. präsentiert das RKI auf einer eigens geschaffenen, detaillierten, häufig aktualisierten Webseite:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Zur Diagnostik von Infektionen mit 2019-nCoV steht eine RT-PCR aus respiratorischen Materialien zur Verfügung. Geeignet sind Nasen-Rachen-Abstriche (trockener PCR-Tupfer ohne Transportmedium), Sputum, Trachealsekret, BAL und entsprechende Aspirate bzw. Spülwässer. Blutuntersuchungen zur Antikörperbestimmung sind nicht verfügbar.

Eine Indikation zur Untersuchung ist derzeit nur dann gegeben, wenn respiratorische Symptome vorliegen UND Kontakt zu einem gesicherten 2019-nCoV-Fall in den letzten zwei Wochen bestand ODER die Rückkehr aus einem Risikogebiet höchstens zwei Wochen vor dem Auftreten der Symptome stattgefunden hat. Nur für diese Fälle ist die Untersuchung für ambulante GKV-Patienten im Rahmen der Regelversorgung vorgesehen.

Vor der Diagnostik muss eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erfolgen!

Ein Fließschema zur Vorgehensweise in Praxis und Klinik bei Verdacht auf eine 2019-nCoV-Infektion finden Sie hier

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_2xDINA4.pdf?__blob=publicationFile


Bitte beachten Sie, dass derzeit die allermeisten Fälle akuter respiratorischer Infektionen in Deutschland nicht durch das neue Coronavirus verursacht werden, sondern durch andere Erreger wie z. B. Influenzaviren, Mykoplasmen, Chlamydien, B. pertussis und parapertussis, RSV und andere mehr. Für alle genannten Erreger steht eine gezielte Akutdiagnostik per PCR zur Verfügung.

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